Ein Chart kann je nach Zeitraum und Achse sehr unterschiedlich wirken. Wir zeigen, worauf du achtest und wie ein gleitender Durchschnitt berechnet wird.
Was ein Linienchart zeigt
Auf der waagerechten Achse steht die Zeit, auf der senkrechten der Kurs. Die Linie verbindet die einzelnen Werte, zum Beispiel die Tagesschlusskurse. Das Bild fasst viele Zahlen zusammen, zeigt aber nicht, wie es zu den Bewegungen kam.
Zeitraum und Skala beeinflussen den Eindruck
Dieselben Daten wirken in einem Monat ganz anders als in einem Jahr. Auch die senkrechte Achse prägt den Eindruck: Beginnt sie nicht bei null, sehen kleine Veränderungen schnell dramatisch aus. Achte deshalb auf die Beschriftung und frage, welcher Ausschnitt gezeigt wird.
Gleitende Durchschnitte
Ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) ist der Mittelwert der letzten n Werte. Beispiel mit fünf Werten: 10, 12, 11, 13 und 14 ergeben zusammen 60, geteilt durch 5 also 12. Mit jedem neuen Tag rutscht das Fenster um einen Wert weiter.
Der exponentielle Durchschnitt (EMA) gewichtet jüngere Werte stärker und reagiert dadurch schneller. Kurze Zeiträume folgen dem Kurs eng, zeigen aber mehr Ausschläge. Lange Zeiträume glätten stärker und hinken dem Kurs hinterher.
Vergleichen und einordnen
Um zwei Zeiträume zu vergleichen, kannst du beide Verläufe auf 100 normieren. So siehst du die relative Entwicklung unabhängig vom Preisniveau. Alle diese Werkzeuge beschreiben die Vergangenheit und sagen nichts über die Zukunft aus.
In der Marktübersicht kannst du Zeitraum, SMA, EMA und den Zeitraumvergleich mit Demo-Daten selbst einstellen.