Zinsunterschiede, Inflation, Konjunktur und Dollarkurs: Wir erklären, welche Faktoren Wechselkurse und den Goldpreis beeinflussen können und warum Prognosen schwerfallen.
Wie ein Wechselkurs entsteht
Wechselkurse ergeben sich aus Angebot und Nachfrage nach Währungen. Wenn viele Menschen und Unternehmen Euro nachfragen, etwa weil sie in Europa einkaufen oder investieren wollen, kann der Euro im Verhältnis zu anderen Währungen stärker werden.
Häufig genannte Einflussfaktoren
Dazu zählen Zinsunterschiede zwischen Währungsräumen, Inflationsraten, Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten, Entscheidungen von Notenbanken, die Handelsbilanz sowie politische Ereignisse und die allgemeine Stimmung an den Märkten. Die Faktoren wirken gleichzeitig, mal verstärkend, mal gegenläufig.
Goldpreis: ein eigener Fall
Gold wird international meist in US-Dollar je Feinunze notiert, eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm. In Euro umgerechnet spielt der Wechselkurs also mit. Zu den Einflussfaktoren zählen unter anderem der Dollarkurs, das Zinsniveau, die Nachfrage aus Schmuckindustrie, Technik und Anlage sowie Käufe und Verkäufe von Zentralbanken. Weil Gold selbst keine Zinsen oder Dividenden zahlt, beobachten viele den Zusammenhang mit dem Zinsniveau.
Warum Prognosen schwierig sind
Märkte verarbeiten Erwartungen: Ein Kurs bewegt sich oft nicht wegen einer Nachricht an sich, sondern weil sie anders ausfällt als erwartet. Deshalb lässt sich aus einer Liste von Einflussfaktoren keine verlässliche Vorhersage ableiten.
In unserer Marktübersicht kannst du Währungspaare und Gold anhand von Demo-Daten betrachten. Die Daten sind illustrativ, es gibt keine Live-Kurse und keine Empfehlung.